Schilddrüse

Schilddrüsenerkrankungen sind in Jodmangelgebieten häufig und führen bei Beschwerden wie Atemnot, Schluckstörungen oder Schmerzen zur Operation.
Auch Knoten der Schilddrüse die verdächtig auf eine bösartige Entwicklung sind, sollten entfernt werden. Die klinische Untersuchung und Bestimmung der Schilddrüsenwerte, der Ultraschall und die Szintigraphie der Schilddrüse sind die Basisdiagnostik verschiedener Schilddrüsenerkrankungen, die vor einer Operation in der Regel durchgeführt werden und die den Patienten zum Chirurgen führt.

Eine der neueren Entwicklungen im Bereich der Schilddrüsenchirurgie ist die Darstellung und Stimulation der Stimmbandnerven, das so genannte „Neuromonitoring und kontinuierliche Vagusstimulation". Diese Technik trägt wesentlich zur Vermeidung von Heiserkeit, Stimmstörungen und Atemnot nach Entfernung der Schilddrüse bei. Wir wenden diese Technik bei allen Schilddrüsenoperationen erfolgreich und mit hervorragenden Ergebnissen an. Nähere Einzelheiten finden Sie im Downloadbereich Patienteninformation – Patienteninformation Neuromonitoring und Patienteninformation Schilddrüsen OP.

Bei Verdacht auf Bösartigkeit der Schilddrüse im Rahmen der präoperativen Abklärung ( z.B. kalte Knoten in der Schilddrüsenszintigraphie) wird routinemäßig während der Operation das entnommenen verdächtige Gewebe von einem Spezialisten (Pathologie der Universität Ulm im Bezirkskrankenhaus Günzburg) unter dem Mikroskop untersucht. Diese Schnellschnittuntersuchung gibt schon während der Operation Hinweise zu Gut- oder Bösartigkeit des Gewebes, so dass direkt reagiert werden kann. Das bedeutet dann im Zweifelsfall bei Bösartigkeit des untersuchten Schilddrüsengewebes die Ausweitung der Operation mit kompletter Entfernung der gesamten Schilddrüse und Entfernung möglicherweise befallener Lymphknoten. Dies erfolgt unter Zuhilfenahme der Lupenbrille und mit dem Neuromonitoring, um umgebende Strukturen besser schonen zu können.

In Abhängigkeit von Alter, Begleiterkrankungen, häuslicher Versorgung und Beschwerden der Patienten kann die Entlassung nach der Operation normalerweise am 2. postoperativen Tag erfolgen. Die Einstellung der Medikation mit Schilddrüsenhormonen wird nach der Operation begonnen und in enger Zusammenarbeit mit den versorgenden Hausärzten kontrolliert und angepasst.

Weitere Informationen zu diesem Krankheitsbild finden Sie im Downloadbereich Patienteninformationen