Zwerchfellbrüche - Sodbrennen

Zwerchfellbruch und Sodbrennen

Zwerchfellbrüche sind eine häufige Erkrankung und können zu chronischen Entzündungen der Seiseröhre und Sodbrennen führen. Dabei verlagert und erweitert sich der Mageneingang, der muskuläre Magenverschluss ist nicht mehr gewährleistet und Sekrete aus dem Magen laufen in die Speiseröhre zurück.

Viele Patienten sind dadurch in ihrer Lebensqualität sehr beeinträchtigt. Die Medikamenteneinnahme mit Säureblockade des Magens kann die Beschwerden in vielen Fällen bessern, ist aber nicht immer erfolgreich. Gerade die lebenslange Einnahme von Medikamente kann bei jungen Patienten zu Nebenwirkungen führen.

Ist der Reflux (zurücklaufen) von Magensaft trotz Medikamenten durch Untersuchungsverfahren gesichert (Manometrie und ph Metrie = Druck- und Säuremessung), besteht ein hoher Leidensdruck oder der Wunsch, auf lebenslange Medikation zu verzichten, kann eine Operation erfolgsversprechend sein.

Hier haben sich in den letzten Jahren die minimal invasiven Verfahren durchgesetzt. Dabei wird eine Magenmanschette gebildet, die den Mageneingangn verengt und das Zurücklaufen von Magensäure in die Speiseröhre effektiv verhindert. Über die Durchführung einer inkompletten Manschette nach Toupet (270°) oder die komplette Manschette nach Nissen (360°) entscheidet die Art und Größe des Zwerchfellbruchs.

 

Magenmanschettenbildung Magenmanschettenbildung 2
Schema der Magenmanschettenbildung nach Nissen 360°

 

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